Politiker sind auch nur Menschen

FoamfingerWenn ich mir so die Kritiken ansehe, die gerade auf unsere Gesundheitsministerin abgeschossen werden, gibt es anscheinend doch triftige Gründe für sie einen gepanzerten Dienstwagen zu haben. Ich kann nicht behaupten, dass ich begeistert von Frau Schmidt oder ihrer Politik wäre – jedoch kann ich auch nicht verstehen, warum wegen jedem noch so unbedeutenden Fauxpas irgendeines Politikers gleich lauthals nach dessen Rücktritt geschrien wird.

Natürlich haben Politiker eine Vorbildfunktion, aber geradezu nach Fehlern zu suchen und den großen, anklagenden Schaumstofffinger schon im Anschlag zu haben, finde ich unangebracht und wenig hilfreich. Mir kommt es vor als würden unsere Politiker in Deutschland immer häufiger nicht etwa wegen ihrer schlechten Politik den Dienst quittieren, sondern weil sie doch tatsächlich nur Menschen sind, die sogar mal Fehler machen. Politiker sind Menschen – wer hätte das gedacht?

Web-Sperren vorantreiben

ZensursulaUrsula von der Leyen hält die Debatte rund um die Internetfreiheit für “unglaublich wichtig und wegweisend”. Es gehe darum, “dass Grundregeln unserer Gesellschaft online wie offline gelten und auch durchgesetzt werden müssen.”

Interview der “Welt am Sonntag” mit Ursula von der Leyen

Im Grunde kann es mir ja egal sein, ob gesetzeswidrige Inhalte im Internet gesperrt werden, zumindest solange dies nicht willkürlich passiert. Aber die offensichtliche Tatsache, dass die Familienministerin nicht verstanden hat worum es den Kritikern des Zugangserschwerungsgesetzes eigentlich geht, stimmt mich sehr nachdenklich. Schließlich wurde von Experten sehr deutlich gemacht, dass die Art und Weise, wie Zensursula die Grundregeln unserer Gesellschaft online durchzusetzen gedenkt, schlicht wirkungslos ist.

Die Web-Stoppschilder tangieren die eigentlichen Straftäter kaum, aber öffnen der Zensur anderer Arten von Inhalten Tür und Tor.

Schöne neue Welt.

Zensursula will Web-Sperren vorantreiben

Ursula von der Leyen hält die Debatte rund um die Internetfreiheit für “unglaublich wichtig und wegweisend”. Es gehe darum, “dass Grundregeln unserer Gesellschaft online wie offline gelten und auch durchgesetzt werden müssen.”

Im Grunde ist es mir ja egal, ob bestimmte, gesetzeswidrige Inhalte im Internet gesperrt werden, zumindest solange dies nicht willkürlich passiert. Lediglich die offensichtliche Tatsache, dass die Familienministerin nicht verstanden hat worum es den Kritikern des Zugangserschwerungsgesetzes eigentlich geht, stimmt mich sehr nachdenklich. Schließlich wurde von Experten sehr deutlich gemacht, dass die Art und Weise, wie Zensursula die Grundregeln unserer Gesellschaft online durchzusetzen gedenkt, schlicht wirkungslos ist. Die Web-Stoppschilder tangieren die eigentlichen Straftäter kaum, aber öffnen der Zensur anderer Arten von Inhalten Tür und Tor. Schöne neue Welt.

25 Mrd. Tropfen auf den heißen Stein

Ein Vorschlag zur Minderung der Schulden kommt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, das eine stärkere Besteuerung von Vermögen fordert. Dadurch könnten jährlich rund 25 Milliarden Euro mehr eingenommen werden, heißt es in einer Studie, aus der die “Financial Times Deutschland” zitiert.

Hört sich viel an. Also wenn ich mal eben 25 Milliarden hätte, würde der Tourismus in meinem Hotel auf dem Mond boomen. Aber schauen wir uns die Zahlen doch mal genauer an. Die Reichensteuer also als Rettungsanker für das 1,7 Billiarden Staatskassenloch?

1.700.000.000.000
-    25.000.000.000
————————–
1.675.000.000.000

Jetzt hören sich 25 Milliarden auf einmal nicht mehr viel an. Dafür wandern die Reichen dann mehr und mehr ins Ausland ab. Ich bin beruhigt, dass das Schuldenproblem in so kompetenten Händen liegt.

Windows 7 Schnäppchenschlappe

Endlich ist es soweit und das zum Herbst angekündigte redmondsche Betriebssystem steht zum vorbestellen für schlappe 50 Euro an den virtuellen Registrierkassen. Klasse!

Das Fenster-OS mag ja hin und wieder ein paar Macken aufweisen, aber wirklich schlecht daran ist ja eigentlich nur der Preis, der mit knapp 120 Euro für die Homevariante großes Lochschlagpotential für die kleine Kasse aufweißt. Für die Professionell(e) will Microsoft uns sogar um über 300 Euro erleichtert. Preise die so hoch sind, dass man aus allen Wolken fällt.

50 Euro also? Da werde ich doch gerne zum Vorbesteller, auch wenn mit dem Discountwindows dann nur die Home ins Haus kommt. Mit dem kreditträchtigen „heute Kaufen und nächstes Jahr Zahlen“ wirbt ja schon jedes Versandhaus. Da erscheint einem das „heute Zahlen und nächstes Jahr haben“ geradezu erfrischend.

Aber gibt es da nicht einen Haken? Weiße Verpackung mit “JA” drauf? Nein! Vollversion sogar mit ohne Browser. Genau wie man es braucht. … Na dann her damit! … Wie? Ausverkauft? Bei Amazon nach 7 Minuten? … Ich wusste es gibt einen Haken.

Für gewöhnlich bestimmt ja die Nachfrage den Preis. Damit es nicht langweilig wird, dreht Microsoft den Spieß einfach mal um. Lockende limitierte Auflage. Ich sehe schon – ich bleibe bei meinem XP. Es sei denn es findet sich, übrig geblieben unter irgendeiner staubigen Ladentheke, noch eine dieser begehrten Billiglizenzen.



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