Strahlende Elbmarsch

1990 traten in der Elbmarsch die ersten von bis heute 19 erfassten Leukämiefällen bei Kindern auf. Damit  befindet sich im Gebiet um Geesthacht und der Samtgemeinde Elbmarsch die weltweit größte Anhäufung von Leukämiefällen die bislang Wissenschaftlich dokumentiert wurde.

Am 12. September 1986 wurde im Kernkraftwerk Krümmel eine alarmierend hohe Radioaktivität gemessen, die scheinbar von Außen in die Anlage gelangte. Augenzeugen berichteten von einem Brand im wenige Kilometer entfernten Kernforschungszentrum Geesthacht . Bestätigen lässt sich das jedoch heute nicht mehr, da alle Unterlagen der Feuerwehr bei einem Brand, einige Jahre später, verloren gingen.

Entnommene Proben aus dem Erdreich rund um Geesthacht zeigten immer wieder das Auftreten von unnatürlichen schwarzen Kügelchen, die mehrfach untersucht wurden und hochbrisante Kernbrennstoffe wie Plutonium und Uran zu enthalten schienen. Bis heute ist ein Zusammenhang mit den Vorkommnissen am 12. September 1986 zwar nicht bewiesen, aber die Existenz der Kügelchen ist ebenso unbestritten, wie eine teilweise um den Faktor 5 erhöhten radioaktive Strahlung in der Umgebung.

Erstaunlich finde ich, dass trotz 19 Leukämiefällen und wissenschaftlich nachgewiesener Strahlenbelastung dort heute noch jemand wohnt.

Bedenklich finde ich, dass die Behörden hierzulande bei kleinster mikrobiologischer Verunreinigung des Trinkwassers mit Megaphonen durch die Dörfer fahren und Warnungen in die Wohnzimmer brüllen, aber schweigen, wenn am Straßenrand Kernbrennstoff entdeckt wird. Vermutlich weil man den nicht einfach abkochen kann.

Eine Zukunft ohne Atomkraft

Greenpeace hat am Dienstag mit dem Banner “Eine Zukunft ohne Atomkraft” am Reichstag für den Atomausstieg geworben. Für eine Zukunft ohne Atomkraft lasse ich mich auch begeistern, aber “diese Zukunft” sollte nicht gleich morgen beginnen. Schließlich gibt es momentan keine wirklichen Alternativen, wenn man mal von Kerzen absieht.

Energiesparendes Gesundheitsrisiko?

„Kurz vor dem Start des Verbotes herkömmlicher Glühlampen in der EU haben Mediziner vor Gefahren von Energiesparbirnen gewarnt“, schrieb Focus Online.

Dabei werden Energiesparlampen seit Jahrzehnten eingesetzt. Insbesondere die Leuchtstoffröhren, die in zahlreichen Büros die Decken bevölkern, gehören zum Alltag. Warum warnen „die Mediziner“ erst jetzt? Warum nicht vor 20 Jahren? Und wer sind überhaupt „die Mediziner“?

Die zwangsweise Einführung der Energiesparlampe sei mit dem gesunden Menschenverstand nicht nachzuvollziehen, sagte der Mediziner Alexander Wunsch in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Abgesehen davon, dass zumindest auf der Website der Neue OZ der Name „Alexander Wunsch“ nicht auftaucht, sind die Gründe sehr wohl mit gesundem Menschenverstand nachzuvollziehen. Diese Art Lampen sind extrem Energieeffizient und haben eine vergleichsweise hohe Lebensdauer. Das diese Leuchtmittel, genau wie Leuchtstoffröhren, nicht in den Hausmüll gehören sollte jedem klar sein.

„Es ist für mich unverständlich, wie Politik und sogar Umweltschutzorganisationen weiter auf ein quecksilberhaltiges Produkt wie die Energiesparlampe setzen“, meinte Wunsch.

Ob das damit zusammenhängt, dass bei der Energieproduktion ebenfalls Quecksilber freigesetzt wird? Auf die Bilanz kommt es an, und die ist bei der Leuchtstofflampe scheinbar, selbst bei unsachgemäßer Entsorgung, günstiger.

Wunsch weiter: Auf Grund der „speziellen UV Strahlung“ der Energiesparlampen, „könnte“ deren Licht das Risiko bestimmter Krankheiten erhöhen.

Das Risikopatienten auf Halogenlampen zurückgreifen können lässt er außen vor. Mir fehlen die Fakten. Eine ganze Generation lebt bereits mit Leuchtstofflampen. Ist das nun gefährlich, gar tödlich? Und wenn ja, warum?

Unzählige, aber mindestens mal 3

Als ich heute auf faz.net die reißerische Schlagzeile „Unzählige Kriegswaffen gefunden“ las, dachte ich schon an eine neue ausgehobene Terrorzelle. Schnell stellte sich heraus, dass es doch nur um den 44-Jährigen Viernheimer Bombenleger ging und die Redakteure der FAZ ein MG, zwei MPs und ein dutzend Handgraneten nicht mehr zählen konnten. Eins und zwei und noch mehr, unzählige eben.



Piratenpartei